Kann Online-Sex krank machen?

Studienleiter Marcus Squirell von der Swinburne University of Technology in Melbourne kommt zu folgendem Ergebnis:

Ja, es kann krank machen, denn das häufige besuchen von Erotik Webseiten kann süchtig machen. Als Folge können Stress und Depression bei den Surfern entstehen – man wird seelisch krank und kann auch den Hang zur Realität verlieren.

Wer als süchtig gilt besucht in der Regel mehr als zwölf Stunden in der Woche diese cybersex Webseiten. Im Rahmen der Studie wurden 1300 Surfer untersucht die wöchentlich mehr als 12 Stunden Erotikseiten bzw. die Sexangebote dieser Webseiten besuchen. Das Ergebnis belegt, dass der Hauptteil der Surfer männlich mit gehoben Bildungsgrad ist. Fast jeder Dritte der Surfer hatte mittlere bis schwerere Depressionen. Ein weiteres Drittel litt unter Angstzuständen und das letzte Drittel wies die typischen Stressymtome auf. Laut Marcus Squirell steigt das Risiko durch Online-Sex krank zu werden mit der Häufigkeit des Surfens.

 

Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de stellte in einem Interview mit pressetext fest, dass von den drei Arten der Internetsucht in Deutschland die Online-Sexsucht am weitesten ausgeprägt sei. Diese Art der Sucht sei zwar noch nicht so populär da Tabuthema, das Problem mit der Sexsucht würde aber immer mehr ernst genommen.

Genau wie bei der Studie von Marcus Squirell kommt sie zu dem Ergebnis das der Bildungsstand der überwiegend von Männern genutzten Internetportale relativ hoch sei. Auch der relativ hohe Anteil an Studenten fällt auf. Anscheinend sind gerade die höher gebildeten Personen der Auffassung jederzeit ihr Suchtverhalten beenden zu können – ein Wunschdenken wie diverse Studien zeigen.

 

 

 
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